STRUKTURWERK GASTRO®
Anwendungsmodul 03 · Betriebsarchitektur®

Steuerungssystem

Controlling und Kennzahlensteuerung für Gastronomiebetriebe.
Was nicht gemessen wird, wird diskutiert.
Was nicht gesteuert wird, entwickelt sich zufällig.

Die meisten Betriebe haben Zahlen.
Was sie selten haben: eine Verbindung zwischen
Zahl, Entscheidung und Konsequenz.

01 · Systemeinordnung

Controlling in der Gastronomie: Was dieses Modul leistet

Das Steuerungssystem ist ein Anwendungsmodul der Betriebsarchitektur. Es verwaltet keine Zahlen. Es schafft Steuerbarkeit. Es definiert, welche Kennzahlen relevant sind, wie sie bewertet werden und was bei Abweichung zu tun ist.

Ziel ist nicht Kontrolle. Ziel ist Steuerbarkeit – planbar, transparent, strukturell verankert. Tägliche Qualitäts- und Operativsteuerung, Personalkostensteuerung auf Abteilungsebene, monatliche Wirtschaftsauswertung – datengestützt und ohne Bauchgefühl.

Ein Betrieb ist steuerbar, wenn Abweichungen frühzeitig sichtbar sind – und die Reaktion darauf strukturell geregelt ist.

02 · Steuerung vs. Kontrolle

Kontrolle schaut zurück. Steuerung schaut voraus.

In vielen Betrieben wird reagiert. Umsatz ist eingebrochen – man sucht die Ursache. Personalkosten sind gestiegen – man streicht Stunden. Qualität hat gelitten – man führt Gespräche. Das ist Kontrolle. Kontrolle ist rückwärtsgewandt.

Steuerung erkennt Abweichungen bevor sie zum Problem werden. Sie gibt Führung den Raum, zu entscheiden – nicht zu reparieren.

Kontrolle bedeutet

  • Was ist passiert?
  • Ursache im Nachhinein suchen
  • Reaktion auf bereits entstandene Probleme
  • Erklärung statt Entscheidung

Steuerung bedeutet

  • Was passiert gerade – und wohin entwickelt es sich?
  • Abweichung frühzeitig erkennen
  • Strukturelle Reaktionslogik
  • Entscheidung vor dem Problem

Steuerung ist keine Führungsoption.
Sie ist Führungsverantwortung.

03 · KPI-Architektur

Betriebswirtschaftliche Kennzahlen in der Gastronomie: die richtigen, in der richtigen Frequenz

Eine Kennzahl ohne Zielwert ist Information. Eine Kennzahl ohne Maßnahmenlogik ist Statistik. Erst die Verbindung aus Messung, Ziel und Konsequenz macht Steuerung möglich.

Ein häufiger Fehler: zu viele Kennzahlen. Wer alles misst, steuert nichts. Das Steuerungssystem konzentriert sich auf wenige, wirkungsrelevante KPIs – in drei Frequenzen.

  • Täglich – Sofortige Reaktion

    • Reklamationen – Qualitätsstabilität
    • Hygieneabweichungen – Systemdisziplin
    • SOP-Fehler – Reproduzierbarkeit
    • Personalstunden Ist/Soll
    • Krankenstand – Schichtstabilität
  • Wöchentlich – Strukturreview

    • Stundenauswertung je Abteilung
    • Überstunden – Planungsqualität
    • Fluktuation – Personalstabilität
    • Schnittstellen-Stabilität
  • Monatlich – Wirtschaftssteuerung

    • Gesamtumsatz – absolut & Vorjahr
    • Personalkostenquote – Ziel max. 35 %
    • Wareneinsatzquote – Ziel max. 30 %
    • Deckungsbeitrag I
    • EBITDA / Betriebsergebnis
  • Vier Elemente jeder KPI

    • Zuständige Verantwortungseinheit
    • Zielwert (verbindlich)
    • Toleranzbereich
    • Maßnahmenlogik bei Abweichung

Wer nur monatlich schaut, steuert rückwärts.
Wer täglich misst und monatlich auswertet, steuert voraus.

04 · Personalkostensteuerung

Wie hoch darf die Personalkostenquote in der Gastronomie sein?

Personalkosten sind der größte steuerbare Kostenfaktor im Gastronomiebetrieb. Gleichzeitig sind sie der am häufigsten falsch gesteuerte. Nicht weil die Zahlen fehlen – sondern weil die Verbindung zwischen Stundenplanung, Kostenquote und operativer Notwendigkeit fehlt.

Personalkostenquote = Personalkosten ÷ Nettoumsatz × 100.
Zielbereich Gastronomie: 30–38 % je nach Betriebstyp.

Planung
  • Wochenstunden je Abteilung vor der Schicht planen
  • Soll-Stunden definieren bevor der Dienst beginnt
  • Keine reaktive Planung – vorausschauende Struktur
Tages­steuerung
  • Ist-Stunden täglich erfassen
  • Abweichung über 10 % signalisiert Handlungsbedarf
  • Krankenstand kompensieren – dokumentiert
Monats­auswertung
  • Personalkostenquote je Abteilung monatlich auswerten
  • Trend-Analyse über mehrere Monate
  • Personalkosten, die erst am Monatsende sichtbar werden, können nicht mehr gesteuert werden
05 · Frühwarnsystem & Abweichungslogik

Ampellogik: Stabil. Beobachten. Sofort handeln.

Ein System ist dann stabil, wenn es Probleme sichtbar macht, bevor sie eskalieren. Das Frühwarnsystem arbeitet mit drei Signalstufen. Jede Stufe hat eine definierte Reaktionslogik.

  1. Grün – Stabil

    Alle KPIs im Zielbereich. Kein Handlungsbedarf. Betrieb läuft strukturell stabil. Rhythmus aufrechterhalten.

  2. Gelb – Beobachten

    Mindestens ein KPI im Toleranzbereich. Kein sofortiger Eingriff erforderlich, aber aktive Beobachtung. Ursache identifizieren, Entwicklung verfolgen, Maßnahme vorbereiten.

  3. Rot – Sofort handeln

    Mindestens ein KPI über dem Toleranzbereich. Sofortmaßnahme einleiten. Verantwortlichkeit klären. Lösung strukturell verankern – nicht nur situativ lösen.

  4. 4

    Abweichungslogik – vier Schritte

    Sofortmaßnahme: Was muss jetzt passieren? – Ursachenanalyse: Warum ist die Abweichung entstanden? – Strukturelle Anpassung: Was muss geändert werden? – Dokumentation: Was wurde entschieden und wer ist verantwortlich?

Wer bei ROT nur die Symptome behandelt,
produziert das nächste ROT.

06 · Operative Werkzeuge

Zwei Excel-Tools. Sieben PDFs. Ein operatives System.

Das System steht auf zwei Excel-Werkzeugen — Dashboard für die tägliche Steuerung, Review für die periodische Auswertung. Beide Tools greifen ineinander. Sieben begleitende PDFs verankern Logik, Implementierung und Lizenz.

  • 01

    Steuerungssystem Dashboard

    Tägliche KPI-Erfassung mit integrierter Ampel-Logik. Erfassung – Bewertung – Reaktionssignal in einem Werkzeug.

    6 Tabs · Start · Setup · Täglich · Ampel · Verlauf · Lizenz
  • 02

    Steuerungssystem Review

    Periodische Auswertung über Woche, Monat, Quartal. Trendanalyse, Personalkostenauswertung, strukturelles Audit.

    5 Tabs · Start · Woche · Monat · Quartal · Lizenz

Begleitend: 7 PDFs (Hauptdokument 11 Seiten, Architekturteil, Executive Summary, QuickStart, Implementierungsleitfaden, Versionshinweis, Lizenz). Vollständige Auflistung im Lieferumfang.

Systemreife

Ein System ist steuerbar,
wenn Zahlen Entscheidungen treiben

  • Abweichungen werden sichtbar bevor sie zum Problem werden
  • Personalkosten sind planbar – nicht erklärbar
  • KPIs haben Zielwerte, Toleranzbereiche und Maßnahmenlogik
  • Der Review-Rhythmus wird nicht gebrochen
  • Entscheidungen basieren auf Daten – nicht auf Bauchgefühl
  • Führung agiert proaktiv – nicht reaktiv

Wenn Zahlen nur berichtet werden,
ist das Controlling.

Wenn Zahlen Entscheidungen auslösen,
ist das Steuerung.

Anwendungsmodul 03 · Lieferumfang

Steuerungssystem — vollständig.

Zwei Excel-Tools, sieben PDFs. Sofort einsetzbar, lebenslang lizenziert.

Im Lieferumfang

Vollständige Komponentenliste

Excel-Tools (2 Dateien · 11 Tabs)
  • Steuerungssystem Dashboard — 6 Tabs (Start, Setup, Täglich, Ampel, Verlauf, Lizenz)
  • Steuerungssystem Review — 5 Tabs (Start, Woche, Monat, Quartal, Lizenz)
PDF-Dokumente (7 Dateien)
  • Steuerungssystem — Hauptdokument (11 Seiten)
  • Architekturteil — Strukturlogik und Verantwortungsrahmen
  • Executive Summary — Systemeinordnung kompakt
  • QuickStart — Erste Einrichtung in 30 Minuten
  • Implementierungsleitfaden — Fünf Schritte zur Systemreife
  • Versionshinweis — Aktuelle Version und Änderungen
  • Lizenzbedingungen — Lebenslange Einzelbetriebslizenz
Sofort-Download · PDF + XLSX · ca. 14 MB
249 € einmaliger Kaufpreis · keine Folgekosten
Preisauszeichnung als Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs. 1 Z 27 UStG (keine Umsatzsteuer)
SOFORT-DOWNLOAD · LEBENSLANGE LIZENZ · DATENGESTÜTZTE FÜHRUNG

Hinweis · Komplett-System

Dieses Modul ist Teil des Komplett-Systems

Im Bundle erhalten Sie alle vier Anwendungsmodule, die Betriebsarchitektur und exklusiv die DIRIKON-App. 1.199 € statt 1.595 € beim Einzelkauf.

Häufige Fragen · Modul 03

Was Sie vor dem Kauf wissen sollten

Sieben Fragen, sieben klare Antworten — zu Inhalt, Einsatz, Lizenz und Abgrenzung.

Wie funktioniert das Modul technisch — was brauche ich, um es zu nutzen?

Sie erhalten zwei Excel-Dateien (.xlsx) und sieben PDF-Dokumente als Sofort-Download. Die Excel-Tools laufen mit Microsoft Excel ab Version 2016 sowie mit LibreOffice Calc und Apple Numbers. Es ist keine zusätzliche Software, keine Cloud und keine Registrierung erforderlich.

Die Dateien arbeiten lokal auf Ihrem Rechner. Sie behalten volle Datenhoheit — keine Daten werden an STRUKTURWERK GASTRO® oder Dritte übertragen.

Was ist konkret im Lieferumfang enthalten?

Excel-Tools (2 Dateien · 11 Tabs):

  • Steuerungssystem Dashboard — 6 Tabs (Start, Setup, Täglich, Ampel, Verlauf, Lizenz)
  • Steuerungssystem Review — 5 Tabs (Start, Woche, Monat, Quartal, Lizenz)

PDF-Dokumente (7 Dateien):

  • Hauptdokument (11 Seiten)
  • Architekturteil — Strukturlogik und Verantwortungsrahmen
  • Executive Summary — Systemeinordnung kompakt
  • QuickStart — Erste Einrichtung in 30 Minuten
  • Implementierungsleitfaden — Fünf Schritte zur Systemreife
  • Versionshinweis und Lizenzbedingungen
Für welche Betriebsgrößen ist das Steuerungssystem geeignet?

Das Modul ist für Gastronomie- und Hotelleriebetriebe ab etwa 10 Mitarbeitern konzipiert — vom inhabergeführten Restaurant bis zum mittelständischen Betrieb mit mehreren Abteilungen.

Unterhalb dieser Größe ist die KPI-Frequenz (täglich · wöchentlich · monatlich) meist überdimensioniert. Oberhalb von ca. 80 Mitarbeitern empfehlen wir die Kombination mit der vollständigen Betriebsarchitektur, da die Personalkostensteuerung dann auf Abteilungsebene differenziert werden muss.

Funktioniert das Modul auch ohne Vorerfahrung mit Kennzahlensteuerung?

Ja. Der QuickStart führt Sie in 30 Minuten durch die Grundeinrichtung. Der Implementierungsleitfaden bricht die vollständige Systemreife auf fünf nachvollziehbare Schritte herunter.

Vorausgesetzt wird grundlegende Excel-Kenntnis (Zellen ausfüllen, Tabs wechseln) — keine Formeln, keine Makros, keine Programmierung. Die Ampel-Logik berechnet sich automatisch aus Ihren Eingaben.

Wie wird das Modul aktuell gehalten — was passiert bei rechtlichen oder steuerlichen Änderungen?

Das Steuerungssystem ist eine strukturierte Arbeitsunterlage zur Betriebssteuerung — keine steuerrechtliche oder arbeitsrechtliche Beratung. Der Kauf umfasst den aktuellen Versionsstand; eine garantierte Update-Frequenz besteht nicht. Etwaige Änderungen werden über den Versionshinweis dokumentiert.

Für die Bewertung steuerrechtlicher Themen (Lohnnebenkosten, Verbuchung, Bilanzierung) wenden Sie sich an Ihren Steuerberater. Für arbeitsrechtliche Fragen (Stundenkonten, Überstundenregelung, KV) an Ihren Anwalt oder die Wirtschaftskammer. Für betriebshygienische Vorgaben an das zuständige Lebensmittelinspektorat.

Welche Lizenz erhalte ich — darf ich das Modul in mehreren Betrieben einsetzen?

Sie erhalten eine lebenslange Einzelbetriebslizenz für genau einen gastronomischen Betrieb. Die Lizenz umfasst die uneingeschränkte interne Nutzung, Anpassung der Excel-Tools an Ihre Abteilungsstruktur und Schulung Ihrer Mitarbeiter im erworbenen Betrieb.

Nicht erlaubt sind: Weiterverkauf, Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung, Nutzung in Beratungsmandaten oder Schulungen außerhalb des erworbenen Betriebs. Für Mehrbetriebs- oder Konzernlizenzen kontaktieren Sie uns direkt.

Ersetzt das Modul eine individuelle Beratung?

Nein. Das Steuerungssystem ist eine strukturierte Arbeitsunterlage — keine Einzelfallberatung, kein Coaching, keine Unternehmensberatung im Sinne der Gewerbeordnung.

Sie erhalten ein erprobtes System mit klarer Logik, das Sie eigenverantwortlich auf Ihren Betrieb anwenden. Für betriebsspezifische Beratung, Strategieentwicklung oder operative Begleitung wenden Sie sich an einen befugten Unternehmensberater Ihrer Wahl.